EMS Klaus Eppele - Fotolia.com
Fit und schlank ohne große Anstrengung dank Strom: Science Fiction oder Realität? Falsche Versprechen oder ein Trainings-Konzept der Zukunft? Das Training mit Elektrostimulation soll rund acht Mal effektiver sein, als ein herkömmliches und schweißtreibendes Programm zu absolvieren. Die Elektroden werden für 20 Minuten auf den Körper gesetzt und sollen dann mit elektrischen Impulsen die gesamten Muskeln gleichmäßig stimulieren. Auch die tiefen Muskelstrukturen, die mit herkömmlichem Training nur sehr schwer trainiert werden können, sollen so ganz einfach erreicht werden. So sollen schnell Muskeln wachsen und die Pfunde purzeln.
Doch ganz ohne eigenes Zutun funktioniert diese Methode natürlich auch nicht: Alle fünf Sekunden kommt ein Stromimpuls, dann müssen die Muskeln angespannt werden, um diesem zu trotzen. Dann folgen fünf Sekunden Entspannung, bis der nächste Impuls kommt. Nach und nach werden diese immer stärker und es bilden sich ein paar Schweißperlen. Dennoch kein Vergleich zum schweiß- und nervenauftreibenden Joggen etwa.
Großer Vorteil der Methode ist, dass der Rücken und Gelenke nicht belastet werden wie etwa beim Training an Fitness-Geräten, sondern entlastet und gleichzeitig durch den Muskelaufbau gestärkt werden. Gerade für solche Patienten, die etwa an einem Bandscheibenvorfall leiden, ist diese Methode optimal, um an der ungleichen Verteilung der Muskeln schonend zu arbeiten. Auch bei Arthrose und Osteoporose nach der Menopause, einem Kreuzbandriss oder als Einstieg zur Gewichtsreduktion ist das Verfahren optimal. Hingegen sollten Tumorpatienten oder Menschen mit Herzschrittmachern das Training mit Strom definitiv nicht ausprobieren. Wichtig ist auch, das Training nur unter professioneller Aufsicht zu machen – sonst kann man viel falsch machen und seinem Körper am Ende noch schaden, indem man ihn überlastet oder eben doch ungleichmäßig Muskeln aufbaut.






